erst einmal vielen dank an AARDL und deren antifaschistische Recherchegruppe [A.R.G.]
fürs übernehmen der texte.

unvollständige Chronik über Neonaziaktivitäten in der Region Mittweida

Der Landkreis Mittweida entwickelt sich zunehmend zu einer zweiten sächsischen Schweiz. In den Städten und Gemeinden der Region formieren sich organisierte Neonazigruppen, wie die militante Kameradschaft “Sturm 34″ oder der “Widerstand Rochlitz”. In regelmäßigen Abständen kommt es zu Propagandadelikten, zu Übergriffen auf nichtrechte Jugendliche, zu geplanten Überfällen auf umliegende Jugendzentren, zu Störaktionen zu Einschüchterungen von politischen GegnerInnen und zu massenhaft Nazischmierereien. Erklärtes Ziel der Nazis ist es, die Region in eine national befreiten Zone umzuwandeln. Die Situation ist schon jetzt nicht mehr tragbar und nimmt seit den letzten Monaten immer bedrohlichere Züge an. Die folgende (unvollständige) Chronik dokumentiert sämtliche öffentlich gewordenen Delikte mit neonationalsozialistischem Hintergrund, seit April 2005.

2005

16.04.2005 Geringswalde
An einer Bushaltestelle greifen 5-7 Nazis 5 nichtrechte Jugendliche an, zwei von ihnen werden verletzt.

18.04.2005 Frankenberg

Gegen 22 Uhr wird auf dem Kirchplatz ein 38-Jähriger durch fünf unbekannte Jugendliche zusammengeschlagen. Der Geschädigte erleidet schwere Verletzungen im Kopf- und Gesichtsbereich. Zur Behandlung musste er in ein Krankenhaus aufgenommen werden. Zudem sollen die Unbekannten zur Tatzeit laut “Heil Hitler” skandiert haben.

26.04.2005 Clausnitz/OT Markersdorf

Wegen Verwendung verfassungswidriger Symbole ermittelt die Polizei zu einer Schmiererei am Wander- und Lehrpfad im Grossischen Wald. In der so genannten Bärenhöhle haben Unbekannte mit weißer Farbe ein Hakenkreuz an den Fels geschmiert.

21.08.2005 Mittweida

Hakenkreuzschmierereien an Kirche und Bürgerbüro der PDS. Die Polizei ermittelt wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Sachbeschädigung.

2006

1.1.2006 Mittweida

Hakenkreuze an die Mensa der Hochschule geschmiert.

Januar 2006
Es werden 5 Personen ermittelt, welche vermutlich in der Zeit von Juni 2004 bis Januar 2005 Straftaten mit nationalsozialistischem Hintergrund begangen haben.

15.02.2006 Mittweida
Drei Jugendliche werden von einer Gruppe Nazis mit einer Bierflasche beworfen, zwei von ihnen werden durch Schläge der AngreiferInnen verletzt.

17.02.2006 Rochlitz
An diesem Tag finden zwei Überfälle auf nichtrechte Jugendliche statt. Nachdem zwei Jugendliche im Stadtgebiet von mehreren Nazis attackiert worden sind, kommt es später zu einem massiven Übergriff auf den alternativen Jugendtreff „Alte Schmiede“, bei welchem drei Jugendliche verletzt wurden. Die Nazis waren mit Eisenstangen bewaffnet und stammen zum Teil aus Geithain.

26.02.2006
Am 26.02.2006 werden innerhalb von wenigen Stunden zwei Jugendclubs (Neundorf und Frankenau) im Landkreis Mittweida von vermummten SchlägerInnen überfallen. Dabei sind mehrere Personen angegriffen worden, das Inventar wird teilweise zerstört.

26.02.2006 Tiefenbach/ OT Naundorf
Zehn maskierte Personen überfallen den Jugendklub des Ortes mit Baseballschlägern. Dabei verletzen sie fünf Jugendliche.

26.02.2006 Mittweida/ OT Frankenau
Mehrere Nazis attackieren zwei nichtrechte Jugendliche in Nähe der Bushaltestelle und verletzen beide mit Baseballschlägern. Zudem bedrohen sie die Jugendlichen mit einer Waffe.

März 2006
Seit März 2006 formiert sich im Landkreis Mittweida die militante Kameradschaft „Sturm 34“ zu der etwa 40-60 gewaltbereite Neonazis gerechnet werden. Eine zentrale Figur der regionalen Neonaziszene ist der aus Bayern stammende Rudolf Schlotter. Der NPD-Sympathisant hat der Kameradschaft immer wieder seine private Immobile als Treffpunkt zur Verfügung gestellt.

Ostern 2006
In Königsfeld werden Nazischmierereien entdeckt.

12.05.2006 Roßwein
3 Nazis greifen einen Jugendlichen an. Erst wenige onate zuvor verhindert ein größeres Polizeiaufgebot einen gelanten Überfall auf das Jugendhaus der Stadt.

04.06.2006 Breitenborn
Ein Dorffest in Breitenborn wird von 20 – 25 Nazis überfallen, es gibt 2 Schwer- und etliche Leichtverletzte. Die SchlägerInnen waren zum Teil maskiert, sie schlagen auf mehrere Personen ein.

Juni 2006 Frankenberg
Neonationalsozialistische Propaganda taucht vor dem Gymnasium in Frankenberg auf.

16.06.06 Mittweida
In Mittweida werden nach dem Ende der Liveübertragung eines Fußball-WM-Spiels „verfassungsfeindliche Parolen“ gebrüllt. Daran beteiligen sich 16 Personen im Alter zwischen 16 und 34 Jahren. Sie werden daraufhin vorübergehend festgenommen.

26.07.06 Raum Mittweida/Stollberg

Mehrere Razzien gegen mutmaßliche MitgliederInnen der militanten Kameradschaft Sturm 34.
Etwa 30 Wohnungen werden durchsucht, 28 Personen werden vernommen. Die verantwortliche Staatsanwaltschaft eröffnet ein Verfahren wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung.

19.08.06 Mittweida

35 Neonazis wollen am Todestag von Rudolf Hess aufmarschieren. Die Polizei nimmt 28 von ihnen in Gewahrsam.

08.10.2006 Rochlitz
In der Nacht greifen 15 mutmaßliche Nazis fünf nichtrechte Jugendliche an, die aus vom alternativen Jugendtreff „Alte Schmiede“ ihren Nachhauseweg antreten. Sie schlagen auf die Gruppe ein und verletzen mehrere Personen.

27./28.10.2006 Mittweida
Nazis besprühen die J.-G.-Fichte- Mittelschule und den Sophie-Scholl-Gedenkstein mit Hakenkreuzen und Runen.

28.10.2006 Frankenberg
Zwei asiatische Imbissstände werden am frühen Morgen angezündet. Einer der Imbisse brennt vollständig ab (Schaden: 10.000 €), der andere wird im Außenbereich beschädigt.

01.11.2006 Burgstädt
Nazis beschmieren das Ehrenmal für die Opfer des Faschismus am Weddinhain in Burgstädt mit Hakenkreuzen.

14.11.2006 Hainichen
Der Inhaber eines bekannten Omnibusunternehmens beschimpft einen Mitarbeiter seines Unternehmens unter Zeugen mit folgenden Worten: “Schade, dass es Hitler nicht mehr gibt, da wären Sie schon lange nicht mehr da!”. Anschließend kündigte er dem Betroffenen.

18./19.11.2006
Überfall auf einen Jugendclub in Kriebethal. Versuch die „Alte Schmiede“ in Rochlitz zu überfallen.

21.11.2006 Ehrenberg
7 Nazis suchen im Jugendclub Ehrenberg nach linksorientierten Jugendlichen.

21.11.2006 Leisnig
Besucher des AJZ Leisnig werden von einer Nazigruppe (10-12 Personen) bedrängt. Neben regionalen Nazis sind auch zahlreiche Nazis aus dem Landkreis Mittweida vor Ort. Erst wenige Monate zuvor konnte ein geplanter Angriff auf das AJZ durch die Polizei im Vorfeld vereitelt werden. Zahlreiche MitgliederInnen der Kameradschaft „Sturm 34“ beteiligen sich an diesem versuchten Überfall.

25.11.2006 Kriebethal
Etwa 15 Neonazis überfallen erneut den Jugendclub in Kriebethal. Sie zerschmeißen Bierflaschen auf dem Boden, treten eine Bürotür ein und bepöbeln BesucherInnen des Jugendclubs.

25.11.2006 Claußnitz
Zusammenrottung von über 30 Nazis vor einem Jugendclub in Claußnitz.

27.11.2006 Claußnitz
Die Scheiben des Jugendklubs werden von Neonazis eingeschmissen.

08./09.12.2006 Rochlitz
Erneuter Versuch die „Alte Schmiede“ in Rochlitz zu überfallen.

15.12.2006 Mittweida
Pflastersteine werden gegen die Scheiben des Bürgerbüros Die Linke. PDS am Neumarkt in Mittweida geworfen.

27.12.2006 Mittweida
An der Leisniger Straße werden zwei Männer von Unbekannten angegriffen. Die Polizei stellt 3 Tatverdächtigte vor Ort, die der regionalen Naziszene zugeordnet werden.

Ende Dezember 2006 Mittweida/Böhrigen
Drohungen gegen ein Mitglied des Vereines sächsische Landjugend e.V. tauchen im Internet auf. Der Mitarbeiter des Vereins Redmann hatte kurz zuvor auf rechtsextremistische Umtriebe in Mittweida hingewiesen. Unbekannte beschmieren unterdessen zwei Garagentore in Böhrigen mit Hakenkreuzen.

2007

01.01.2007 Rochlitz
Ein Mann wird von mehreren Nazis mit Eisenstangen und sogenannten Totschlägern verletzt. Er erleidet mehrfache Hämatome und Prellungen am gesamten Körper, sowie eine Platzwunde am Kopf. udem war er kurzzeitig bewusstlos.

03./04.01.2007 Tiefenbach / OT Böhrigen
Unbekannte besprühen eine Laube in einer Gartenanlage mit Hakenkreuzen.

07.01.2007 Penig
Auf der Rasenfläche einer Mittelschule prangern mehrere Nazisymbole, welche durch die Reifen eines Mopeds verursacht wurden.

10.01.2007 Geringswalde
An der Eingangstür eines Jugendclubs werden rechte Parolen, Runen und ein Hakenkreuz gesprüht.

10./11.01.2007 Rochlitz
Mehrere Nazi-Schmierereien tauchen im gesamten Stadtgebiet auf.

12./13.01. 2007 Geringswalde
Am 12.01. werden mehrere Brandsätze auf ein von alternativen jugendlichen besuchtes Objekt geworfen.
Einen Tag später werden im selben Objekt Kellerfenster eingeworfen und ein Brand gelegt.

13./14.01.2007 Königsfeld bei Rochlitz
Die Polizei hat in einem Jugendclub in Königsfeld mehr als 40 CDs mit Nazimusik beschlagnahmt. Laut Polizei erhielten 15 Personen im Alter von 16 bis 24 Jahren Platzverweise.

20.01. 2007
Eine geplante Naziaktion in Rochlitz kann durch ein Großaufgebot von Polizeikräften verhindert werden.

27.01.2007 Mittweida
Etwa 30 stadtbekannte Neonazis stören die öffentliche Gedenkfeier zum Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz.

03.02.2007 Geringswalde
Bisher unbestätigten Gerüchten zu Folge soll am Abend ein Nazikonzert mit der Band Blitzkrieg aus dem Raum Stollberg/Chemnitz stattgefunden haben.

10.02. 2007 Rochlitz
In der Nacht zum Samstag, gegen 01.45 Uhr werden drei alternative Jugendliche (16,17 und 21 Jahre) von mehreren mutmaßlichen Nazis verbal attackiert und schließlich zusammengeschlagen. Die TäterInnen flüchten mit einem PKW.

11.02.2007 Rochlitz
Eine junge Frau wird von Nazis aus einem PKW heraus als “Zecke” beschimpft und schließlich körperlich atackiert.

21.02.2007 Tiefenbach/ OT Böhrigen
Wieder tauchen massivst Drohungen aus der Naziszene gegen einen Sozialarbeiter auf, der sich öffentlich gegen Nazis positioniert.

24.02. 2007 Mittweida
Wiederholte Sachbeschädigungen und Nazischmierereien am Bürgerbüro der DIE Linke.PDS.

02.03. 2007 Mittweida
Im gesamten Stadtgebiet tauchen wiederholt zahlreiche Nazischmierereien auf.

06.03. 2007 Mittweida
Ein zivilgesellschaftliches Bündnis formiert sich, um gegen die unerträgliche Situation im Landkreis zu intervenieren. Die Gründungsveranstaltung muss von einem großen Polizeiaufgebot geschützt werden, etwa 40 Nazis versammeln sich in der Stadt.
Nach der Veranstaltungen werden dennoch einige Leute auf dem Nachhauseweg bedroht und atackiert.

07.03. 2007 Hainichen
Gerichtsverhandlung am Amtsgericht Hainichen, gegen eine Person aus dem Dunstkreis von Sturm 34, wegen der Sprengung eines Asiaimbisses am 12. Januar 2005. Der Angeklagte wurde wegen der Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion zu einer Jugendstrafe von einem Jahr und sechs Monaten verurteilt. Die Strafe wird zur Bewährung auf zwei Jahre und sechs Monate ausgesetzt. Das Verfahren von drei weiteren Angeklagten wurde eingestellt. Gegen eine weitere Person, die nicht zur Verhandlung erschienen ist, wird ein gesondertes Verfahren angestrebt.

11.03. 2007 Mittweida
Wieder Nazischmierereien, diesmal im Eingangsbereich des Studentenwohnheims “Am Schwanenteich”. Unbekannte schmierten in der Nacht zum Sonntag verfassungswidrige Symbole.

17.03. 2007 Mittweida
Laut Presse kam es in der Nacht zu einer gewaltätigen Auseinandersetzung zwischen Neonazis und mehreren nichtrechten Jugendlichen. Dabei sollen den Presseinformationen zufolge vier jugendliche Personen verletzt worden sein.

22.03. 2007 Mittweida

Mit einem Gullydeckel hat ein unbekannte Person die Tür und die Scheibe des PDS-Büros in Mittweida beschädigt.

24.03. 2007 Burgstädt OT Markersdorf
Nach Anbaben der regionalen Zeitung überfielen etwa 20 Neonazis eine Geburtstagsfeier mit etwa 60 Leuten. Die Nazis drangen bis in den Voraum der Turnhalle ein, in der die Party stattfand. Dabei entstand erheblicher Sachschaden. 4 Personen wurden festgenommen und am Sonntag den 25.03.07 wieder entllassen. Zum Glück wurden keine Personen verletzt.

24.03. Mittweida
Eine jugendliche Person wurde am Abend von mehreren Unbekannten zusammengeschlagen und dabei so schwer verletzt, dass er im Krankenhaus behandelt werden musste. Die Tat fand in der Nähe des Schwanenteichs statt, wo kurz vorher eine bewaffnete Gruppe Naziskins gesehen wurde.

02./03. April Mittweida

zum wiederholten Mal kam es im Stadtgebiet zu mehreren Körperverletzungen durch Personen aus der Neonaziszene.

08. April Mittweida
Wieder werden die Scheiben des BürgerInnenbüros der Linkspartei.PDS zerstört. Die nachfolgende Schilderung zeigt auf, wie die Ordnungskräfte vor Ort den permanenten Naziterror schlichtweg ignorieren:
“… Gegen 4.20 Uhr vernahm ein Nachbar einen lauten Krach, er ging auf die Straße und sah wie die Scheiben des PDS-Büros gesplittert waren. Daraufhin rief er die Polizei, diese antwortete ihm dass sie keine Zeit habe. Ca. eine Stunde Später wurden die Scheiben mit einem Pflasterstein und einer Warnbake richtig durchbrochen.”
Nicht das erste Mal verweigern lokale Polizeikräfte Hilfe. Ob selbst sie sich vom Naziterror im braunsten Landkreis Sachsens einschüchtern lassen, darüber kann nur spekuliert werden. So werden sie beispielsweise nach einem Überfall auf eine StudentInnengruppe Anfang April gebeten, in der Innenstadt nach den TäterInnen zu suchen. Auf ominöse Weise verschwindet genau in diesem Augenblick der Wagenschlüssel des Einsatzfahrzeuges.

09. April Mittweida
In der Nacht zum Ostermontag wurden in der Stadt drei Geschäfte beschädigt. Die Fensterscheiben der Imbissstände auf der Rochlitzer Straße und der Waldheimer Straße wurden mit einem Stein eingeworfen. Bei einem Geschäft am Markt gingen eine Fensterscheibe, die Scheibe der Eingangstür und die Glastheke zu Bruch. Der Gesamtschaden beträgt laut Presse 8100 Euro. Die Polizei vermutet dieselben TäterInnen.

15. April Rochlitz
In der Nacht zum 15. April versuchen mehrere mit Baseballschlägern und Zaunslatten bewaffnete Nazis sich Zutritt zu einem Wohnhaus zu verschaffen, in dem sich einige PunkerInnen aufhalten. Es wird göücklicherweise niemand verletzt. Die Polizei soll kurioserweise einen der BewohnerInnen des Hauses kurzeitig festgenommen haben, die AngreiferInnen hingegen können zunächst unbehelligt verschwinden.

Um ihren Unmut über die vorherrschende Situation kundzutun versammeln sich am Abend etwa 80 Jugendliche aus der Region, zu einer etwa 45-minütigen Spontandemonstration durch die Rochlitzer Innenstadt. Mit Transparenten, skandierten Parolen und kurzen Redebeiträgen weisen sie auf die unerträgliche Situation hin.

19. April Mittweida
Die Polizei hat in Mittweida nach einem Übergriff auf einen Migranten sechs Tatverdächtige festgenommen. Es handelt sich dabei um zwei Frauen und vier Männer im Alter von 18 bis 20 Jahren. Ihnen wird vorgeworfen, den aus Kamerun stammenden Mann, sowie seine Ehefrau auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums beleidigt und bedroht zu haben. Einer der Tatverdächtigen soll das Ehepaar darin gehindert haben, mit dem Auto wegzufahren. Dabei soll er den Hitlergruß gezeigt haben.

Am selben Tag soll im Bürgerbüro der Linkspartei.PDS eine Diskussionsrunde zum Thema “Courage zeigen – Aufstand der Anständigen” stattfinden. Eingeladen waren Kerstin Köditz, die Sprecherin für antifaschistische Politik der Linksfraktion im Sächsischen Landtag und Matthias Kubitz, Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei. Der Eingang des Büros wurde während der Diskussionsrunde von 20 bis 25 Neonazis blockiert. Teilnehmer mussten der Veranstaltung deshalb zunächst fernbleiben. Die Polizei löste die Gruppe schließlich auf.

26. April Dresden
Der sächsische Innenminister Albrecht Buttolo hat heute die rechtsextreme Kameradschaft “Sturm 34″ verboten. Wie das sächsische Innenministerium mitteilte, wurde das Verbot auf Grundlage des Vereinsgesetzes ausgesprochen.

26. April 2007 Mittweida
Gegen vier Mitglieder der seit dem 26.04.2007 verbotenen Kameradschaft „Sturm 34“ ist gestern Abend Anzeige wegen Verstoßes gegen das Vereinsgesetz erstattet worden. Die jungen Männer im Alter von 19, 19, 21 und 23 Jahren hatten sich am Donnerstagabend, kurz vor 21.00 Uhr, auf der Weberstraße versammelt. Damit verstießen sie gegen die ihnen am Vortag übermittelte Verbotsverfügung. Die Männer wurden vorläufig festgenommen. Nach Ende der polizeilichen Maßnahmen sind sie heute Morgen aus der Dienststelle entlassen worden. Drei anderen Personen, die sich ebenfalls dort aufhielten, sprachen Polizeibeamte Platzverweise aus, denen sie nachkamen.

27. April 2007 Mittweida
Polizeibeamte stellten bei einer Streife am Freitagabend gegen 20.15 Uhr auf dem Netto-Parkplatz an der Burgstädter Straße sechs Personen fest, von denen zwei gegen die ihnen am 26.04.2007 übermittelte Verbotsverfügung der Kameradschaft „Sturm 34″ verstießen. Beide wurden in Polizeigewahrsam genommen und am Samstagmorgen zeitlich getrennt aus der Polizeidienststelle entlassen. Gegen vier andere Personen wurden Platzverweise ausgesprochen.
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01.05.2007 – Oschatz (Landkreis Torgau-Oschatz)
Auf dem Neumarkt in Oschatz kam es am 01.05. gegen 14.30 Uhr, zu einer spontanen Kundgebung von ca. 100 bis 150 Personen des rechten Spektrums. Die Teilnehmer führten ca. zehn Fahnen bzw. Spruchbänder mit sich. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte des Polizeireviers Oschatz bewegten sich die Personen in Richtung Altmarkt, über die Lutherstraße in Richtung B 6 und weiter in Richtung der Theodor-Körner-Straße. Gegen 15.15 Uhr wurde die Demonstranten in Höhe der Kreuzung Theodor-Körner- Str./Promenade, unmittelbar vor den Polizeirevier Oschatz durch die Kräfte der Bereitschaftspolizei gestoppt. Ein unbekannter Mann setzte sich auf die Motorhaube eines Funkstreifenwagens, daraufhin stieg eine Beamtin aus dem Fahrzeug und erhielt von dieser Person einen Schlag ins Gesicht, wodurch sie leicht verletzt wurde.
(Hinweis: Dieser Landkreis/Diese Stadt wird seit 2001 von der RAA Sachsen bearbeitet.)

01.05.2007 – Roßwein (Landkreis Döbeln)
Ca. 150 Personen des rechten Spektrums sammelten sich am 1.05.07, gegen 12.00 Uhr, mit ca. 40 Fahrzeuge auf dem Parkplatz „Lidl,“ und formierten sich zu einen Aufzug. Sie marschierten vom Parkplatz, über die Goldbornstraße, Dresdener Straße weiter zum Marktplatz. Als die Demonstranten sich in Höhe des Jugendhauses in der Goldbornstraße befanden, warfen unbekannte Personen aus dem Zug der Demonstranten heraus Steine in Richtung des Jugendhauses, dadurch wurden vier Scheiben von zwei Fenstern eingeschlagen und eine Tischtennisplatte zerstört. Personen wurden nicht verletzt. Während des Aufzuges führten sie Fahnen und Spruchbänder mit sich. Aufgrund des Eintreffens der Polizeibeamten begaben sie sich vom Markt zurück zu ihren Fahrzeugen und fuhren in verschiedenen Richtungen weg. (12.30 Uhr)

02.05.2007 – Görlitz (Stadt Görlitz)
In den späten Abendstunden des 2. Mai sprühen Unbekannte eine Hakenkreuz an die Fassade eines alten Kiosk und schlagen eine Scheibe ein.

02.05.2007 – Limbach-Oberfrohna (Landkreis Chemnitzer Land)
Vier Hakenkreuze, jedes ca. 45 cm groß, sowie einen Schriftzug mit verfassungswidrigem Inhalt schmierten Unbekannte an eine Wand einer Schule auf der Pleißaer Straße.

04.05.2007-Geringswalde (Landkreis Mittweida)
an der Hauptstraße gegen 17 uhr griffen 2 Nazis einen jugendlichen an und verletzten ihn mit einer Bierflasche am Kopf,stark blutend konnte er jedoch fliehen,wo er dann die polizei und einen Krankenwagen rief.

06.05.2007 – Rochlitz Am Samstag Abend beschwerten sich Anwohner der Lindenstraße über Party- Lärm. Bei der daraufhin erfolgenden Polizeikontrolle widersetzte sich ein „pöbelnder 16- Jähriger“, dieser wurde mit auf die Polizeiwache genommen. Kurze Zeit später marschierten fünf junge Männer und Frauen vor dem Polizeirevier auf. Zunächst blockierten sie die Einfahrt schließlich gelangten sie in die Räume der Wache und verlangten die Freilassung ihres Freundes. Nach Angaben der Polizei gehören die Jugendlichen zum weiteren Umfeld des „Sturm 34″. Quelle: Amal-Sachsen

07.05.2007 – Burgstädt Unbekannte schmierten zwei Hakenkreuze und einen Schriftzug mit weißer Farbe auf die Wände eines Schuppens auf der Wittgensdorfer Straße. Die Polizei ermittelt wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Quelle: Polizei Sachsen

12.05.2007 – Mittweida PolizeibeamtInnen stellten am Samstag gegen 22.00 Uhr auf dem Tzschirnerplatz eine Ansammlung von 13 Personen fest, von denen sieben der verbotenen rechtsextremen Kameradschaft „Sturm 34″ zuzuordnen waren. Diese zwei Frauen (beide 19) und fünf Männer (2 × 18, 21, 23 und 29) verbrachten die Nacht im Polizeigewahrsam in Chemnitz. Gegen sie wurde zudem von Amts wegen Anzeige wegen Verstoßes gegen das Vereinsgesetz erstattet. Den anderen sechs Personen sprachen die Beamten Platzverweise aus, denen nachgekommen wurde. Quelle: Polizei Sachsen

17.05.2007 – Rochlitz Vier oder fünf Jugendliche, welche die Polizei der rechtsextremen Szene zuordnet, haben am Donnerstagabend, dem sogenannten Männertag, in Rochlitz einen 19-Jährigen verletzt und randaliert. Die Täter hatten am dortigen Jugendklub auf der Schützenstraße eine Scheibe eingeschlagen und einen Jugendlichen durch einen Schlag mit einer Bierflasche auf den Kopf verletzt. Das Opfer wurde im Krankenhaus behandelt. Zuvor stürmten die Täter in einen weiteren Jugendklub in der Nähe und überfielen die dort grillenden Jugendlichen. Ein 18-Jähriger erlitt durch Faustschläge auf den Oberkörper leichte Verletzungen. Quelle: Polizei Sachsen
17.05.2007 – Burgstädt Am Rande der Lichtenauer Sommertour von Radio PSR in Burgstädt ist es zu rechtsradikalen Ausschreitungen gekommen. Die Polizisten stellten die Personalien der Randalierer fest und sprachen Platzverweise aus. Dabei fielen ihnen fünf Männer im Alter von 18 bis 21 Jahren auf, die der Kameradschaft „Sturm 34″ angehören. Gegen diese fünf Männer wurde Anzeige wegen Verstoßes gegen das Vereinsgesetz erstattet. Bei einem der Fünf, einem 18-jährigen Jugendlichen, stellten die Polizisten darüber hinaus einen Ring mit einem eingravierten Hakenkreuz sowie mehrere Hakenkreuzaufkleber sicher. Quelle: Freie Presse
17.05.2007 – Mittweida/ OT Frankenau Zwei Jugendliche treten maskiert und mit einem Totschläger sowie einem Holzstock bewaffnet am Jugendclub Frankenau auf und bedrohen die Jugendlichen beim Lagerfeuern. Es kommt zu keiner Gewalt, weil sich die Jugendlichen des JC nicht provozieren ließen, auch nicht, als einer sagte: „Wir mischen jetzt den Jugendclub auf“. Die beiden Angreifer ziehen nach kurzer Zeit wieder ab. Quelle: Kooperationspartner

18.05.2007 – Rochlitz Als Reaktion auf den Naziüberfall am sogenannten „Männertag“ demonstrierten in Rochlitz ca. 50 Jugendliche friedlich gegen „Rechte Gewalt“. Daraufhin hingen in der Nacht zu 19.05.2007 an mehreren Stellen Transparente mit rechtsextremen Äußerungen. „Linken Terror ächten!“, „Ohne Reue gegen ROT!“, „Antifa – Nein Danke!“ und „Schaut nicht weg bei linker Gewalt!“. Die Transparente wurden von Jugendlichen entfernt. Quelle: AugenzeugInnen

19.05.2007 – Rossau /OT Schönborn-Dreiwerden Ein Jugendlicher wird von mehreren mutmaßlich Rechten aus dem Umfeld des Sturm 34, wie er sagt, mit zwei PKW verfolgt. Es wird von einer regelrechten Verfolgungsjagd berichtet er gegenüber Kooperationspartnern und AMAL-Mitarbeitern. Quelle: Kooperationspartner

30.05.2007 – Rochlitz Gegen 20.30 Uhr wird einem 18-Jährigen auf dem Parkplatz des ehemaligen Plus-Marktes durch einen anderen Mann unvermittelt ein Faustschlag ins Gesicht versetzt. Dadurch geht das Opfer zu Boden, wo der Schläger noch mehrmals auf den jungen Mann eintritt. Anschließend flüchtet der Täter in Richtung Gärtnerstraße. Der 18-Jährige erleidet nach dem derzeitigen Erkenntnisstand Prellungen am Oberkörper. Als Tatverdächtigen ermittelt die Polizei 19-jährigen Rochlitzer Pierre N.. Die Staatsanwaltschaft beantragte am 01.06.2007 Haftbefehl gegen den Tatverdächtigen, welcher als Mitglied der verbotenen rechtsextremistischen Kameradschaft „Sturm 34“ gilt. Quelle: Polizei Sachsen

01.06.2007 – Rochlitz Gegen 22.40 Uhr stellen Polizeibeamte im Bereich Uferstraße / Schulberg mehrere Personen fest. Drei von ihnen gehören der verbotenen Kameradschaft “ Sturm 34″ an. Die drei Männer(18, 19, 21) werden in Polizeigewahrsam genommen und es erfolgte die Erstattung einer Anzeige wegen Verstoßes gegen das Vereinsgesetz. Quelle: Polizei Sachsen

02.06.2007 – Rochlitz Am Samstagmorgen gegen 01.50 Uhr erschienen 3 Frauen und 2 Männer vor dem Polizeirevier Rochlitz und forderten lautstark Auskunft zum Verbleib Pierre N´s.. Sie führten ein Transparent mit der Aufschrift „Gegen deutsche Staatsgewalt“ mit. Bisher sind diese 5 Personen noch nicht mit der Kameradschaft „Sturm34″ in Erscheinung getreten. Die Polizei erteilte ihnen einen Platzverweis, dem sie auch nachkamen. Quelle: Polizei Sachsen

10.07.2007 – Mittweida Am Abend des Treffens „Bündnis für Menschenwürde- gegen Rechtsextremismus im Landkreis Mittweida“ rufen Neonazis auf dem Tschirnerplatz rechtsradikale Parolen. Die Polizei verweist 5 Unruhestifter des Platzes und nimmt einen 15-jährigen, gegen den eine Anzeige vorlag, mit aufs Revier, da er einen Schlagring bei sich trägt. Quelle: Freie Presse

12.07.2007 – Mittweida Am Donnerstagabend werden gegen 21.00 Uhr auf dem Parkplatz eines Einkaufsmarktes an der Weberstraße von der Polizei gegen 9 Personen im Alter von 19 bis 26 Jahren, darunter vier Frauen, Platzverweis ausgesprochen. Gegen drei Männer im Alter von 19, 20 und 22 Jahren, die der verbotenen rechtsextremistischen „Kameradschaft Sturm 34„ angehören, wurde Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Vereinsgesetz erstattet. Quelle: Polizei Sachsen

20./ 21.07.2007 – Frankenberg Die Scheiben der Pizzeria in der Chemnitzer Straße werden von Unbekannten, mutmaßlich Rechten, eingeschlagen. Quelle: Freie Presse/ Kooperationspartner

27.07.2007 – Frankenberg In der Nacht wird auf dem Parkplatz des Kaufland ein Asia-Imbisswagen in Brand gesteckt. Die Feuerwehr muss aus dem brennenden Wagen drei Gasflaschen herausholen. In der gleichen Nacht wird versucht in der Pizzeria in der Chemnitzer Straße ebenfalls Feuer zu legen, was misslingt. Die Polizei sieht in beiden Taten einen wahrscheinlichen Zusammenhang. Quelle: Freie Presse/ Kooperationspartner

30.07.2007 – Rochlitz In Nähe des Topfmarktes kommt es gegen 19 Uhr zu Auseinandersetzungen zwischen „jungen Männern, die dem linken beziehungsweise dem rechten Spektrum zuzuordnen sind“, wie die Freie Presse berichtet. Zwei 19-Jährige seien an Nase bzw. im Gesicht verletzt worden. Die Polizei beendete die Auseinandersetzungen. Laut Polizei sollen zudem 15 linksorientierte Jugendliche versucht haben, in ein Wohnhaus am Topfmarkt zu gelangen. Es wurden Platzverweise und Anzeigen wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung ausgesprochen. Der Leiter des Polizeireviers in Rochlitz spricht von eindeutig politisch motivierter Gewalt und fügt hinzu, dass durch die Inhaftierung einiger Anführer der rechtsextremistischen und verbotenen Kameradschaft „Sturm 34“ linke Gruppierungen „etwas Oberwasser“ bekämen. Bestätigt wird allerdings von ihm ebenfalls, dass der „Sturm 34“ noch immer unterschwellig aktiv sei. Quelle: Freie Presse

20.08.2007 – Burgstädt Unbekannte verbiegen die Zufahrtsschranke des Parkplatzes aus Richtung Lindenstraße. Der Schaden wird auf rund 3000 Euro geschätzt. Ein neben dem Markteingang aufgestellter Schaukasten wird ebenso mit Eddingstiften beschmiert sowie die Abdeckplane eines Imbissstandes und eine Werbetafel ( Schaden: ca. 50 Euro). Mehrere Hakenkreuze schmieren die Täter auf einen anderen Imbissstand. Quelle: Polizei Sachsen

24.08.2007 – Geringswalde Zivilbeamte der Chemnitzer Kriminalpolizei stellen in der Nacht in Geringswalde neun Personen fest, die mit PKW im Stadtgebiet unterwegs sind. Bei der Fahrzeugkontrolle stellt sich heraus, dass von diesen neun Personen fünf der verbotenen Gruppierung „Sturm 34“ angehören. Es handelte sich um eine Frau (19) und vier Männer (17, 19, 2 × 20). Die Frau und drei der Männer werden in Gewahrsam genommen. Der 17-jährige Jugendliche wurde an seine Mutter übergeben. Am Freitag erfolgt die Entlassung aus der Gewahrsam. Quelle: Polizei Sachsen

30.08.2007 – Burgstädt Das Büro des Ortsverbandes „Die Linkspartei“ in Burgstädt und umliegende Schaufenster sowie Linkspartei-Plakate (Nazis raus aus den Köpfen) werden mit Nazi-Aufkleber beklebt. Quelle: Linkspartei

14.09.2007 – Burgstädt In der Nacht zum 15.09.2007 werden im gesamten Stadtgebiet Nazisschmierereien gesprayt. So zwei Hakenkreuze (2 × 2 m) und die Schriftzüge „Sieg Heil“; und „Wir kriegen euch alle!“ (14 × 1 m) an der Fassade des Netto-Marktes in der Bahnhofstraße. Vier in der Nähe aufgegriffene Männer (19, 20, 2×21; Angehörige der verbotenen Kameradschaft Sturm24) werden vorübergehend in Gewahrsam genommen. Gegen sie wird auch wegen Verstoßes gegen das Vereinsgesetz ermittelt. in der gleichen Nacht werden die Parole „Ruhm und Ehre der Waffen-SS“ (3 × 1 m) an die Fassade des Diska-Marktes in der Külzstraße und die Parole „Deutschland den Deutschen“, ein Hakenkreuz und eine SS-Rune (beide 1 × 1 m) an die Fassade eines Wohnhauses in der Siedlungsstraße gespayt. Angaben zu den Schäden konnten noch nicht gemacht werden. Der Staatsschutz ermittelt. Quelle: Polizei Sachsen/ Freie Presse

15.09.2007 – Burgstädt/ OT Schweizerthal Auf einem Grundstück im Burgstädter Ortsteil Schweizerthal (Chemnitztalstraße) rufen auf einer Geburtstagsfeier mit zehn Personen gegen 22.15 Uhr mehrere Gäste „Sieg Heil!“ und filmen dies. Die Polizei sprach drei Personen Platzverweise aus und stellte Videomaterial und Tonträger sicher, bei denen der Verdacht verfassungswidrigen und volksverhetzenden Inhalts gegeben sei. Quelle: Polizei Sachsen

03.11.2007 Mittweida Ein 6-Jähriges Mädchen wird von einer Gruppe Rechtsextremisten bedroht, als eine 17-Jährige Jugendliche eingreifen will, wird sie selbst zur Zielscheibe. Die Angreifer ritzen ihr ein Hakenkreuz in die Hüfte und versuchen ihr eine Sigrune in die Wange zu schneiden. Dies scheitert an der Gegenwehr des Mädchens. Quelle: Polizei Sachsen

24.11.2007 Rochlitz Ein 33-Jähriger wird auf dem Heimweg von einer Gruppe Rechtsextremisten angegriffen. Die Täter schlagen ihn mit einer Zaunslatte und bedrohen auch seine Begleiterin. Quelle: AugenzeugInnen

08.12.2007 Mittweida. Unangemeldet zogen ca. 150 Autonome Nationalisten über den Weihnachtsmarkt von Mittweida um dort lautstark auf sich aufmerksam zu machen. Mit Parolen wie: „Gegen Presselügen in Mittweida!“ und der Verteilung von Schmierzetteln mit der Aufschrift:“ Freiheit statt Demokratie“ versuchten sie das bürgerliche Interesse auf sich zu ziehen, um dann schnellen Schrittes über die Rochlitzer Straße zu flüchten. Nach einem Bericht des MDR-Sachsenspiegels verzögerte sich dadurch die Bergparade, zu der sich viele Zuschauer an den Straßen eingefunden hatten. Die Polizei, die Stunden später eintraf, verteilte im Laufe des Abends mehrere Platzverweise an nichtrechte Jugendliche der Stadt. Quelle: AgenzeugInnen
Laut freiepresse.de berichtete die Polizei, dass die Nazis mit etwa 50 Fahrzeugen aus Bautzen angereist waren, wo zuvor eine Demonstration verboten worden war. Die teilweise mit Kapuzenshirts Vermummten zogen über den Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz und durch die Innenstadt, wobei sie rechte Parolen riefen. Dann stiegen sie in ihre Autos und fuhren davon.

21.12.2007 Mittweida Am Abend hat die Polizei nach eigener Aussage eine Zusammenkunft der verbotenen Neonazi-Kameradschaft Sturm 34 in Mittweida verhindert. Die Zufahrtsstraßen wurden von von der stark präsenten Polizei kontrolliert. Von den zwischen 70 und 150 anwesenden Nazis wurden 13 Personen wegen Verstoßes gegen das Vereinigungsverbot in Gewahrsam genommen. Gegen 59 Personen wurde ein Platzverweis ausgesprochen. Die Nazis wollten wohl eine Demonstration gegen Kinderschänder durchführen.

Laut AugenzeugInnen zogen die Nazis schon ab Mittag in kleinen Gruppen durch die Stadt und bedrohten Jugendliche mit Sprüchen wie „wir haben noch hk zu veritzen“ und „scheiss Zecken und Abschaum“. Nach einen Indymediabericht hatten die Nazis über e-mail und sms alle „die Mittweida hassen“ aufgerufen sich abends in der Stadt zu treffen. Außer Nazis aus Mittweida waren demnach auch welche aus Chemnitz und den Kreisen Döbeln und Zittau vor Ort und zu Fuß und in PKWs unterwegs.

Quelle: Polizei, Presse und AugenzeugInnen

Weihnachten 2007 Im Jugendclub Frankenau kommt es zu einem erneuten Übergriff durch RechtsextremistInnen. Quelle: AugenzeugInnen

01.01.2008/ – *Geringswalde,* (Landkreis Mittweida)
Mehrere Rechtsextreme schlagen u.a. mit einem Knüppel einen
Jugendlichen, der in einer Gruppe mit Freunden unterwegs ist, in der
Bahnhofstraße (Postmeilensäule) zusammen. Er ist mehrere Minuten
bewusstlos, erleidet Prellungen und Kopfschmerzen, wie ZeugInnen
berichten. Die Angreifer waren nicht vermummt und sollen z.T. bekannt
sein. Die Polizei kommt erst nach einem zweiten Anruf der TatzeugInnen,
nachdem diese im ersten Notruftelefonat nicht ernst genommen worden
sind. Der Verletzte wird im Krankenhaus ärztlich versorgt.